Flying Blind In Shenzhen
Montag, 11. April 2011
Mathew: Alles neu - beruflich & privat.


So jetzt kommt mal Mathews neuer Alltag ein bißchen zum tragen:

Er besucht jetzt eine sogenannte Übergangsklasse in der Kolping - Volksschule in Aschaffenburg.
Übergangsklasse heißt, dass er bis zu maximal 2 Jahren besonders mit der deutschen Sprache vertraut gemacht wird, um danach dann entgültig in das normale Schulsystem eingegliedert zu werden.

Es heißt nicht, dass man nichts anderes lernen muß, als Deutsch.
Im Gegenteil der Stundenplan ist gut gefüllt:



Für Leute die nicht in Bayern zur Schule gegangen sind:

- WTG = Werken & textiles Gestalten (also Kunst)

- PCB = Physik, Chemie, Biologie

- GSE = Geschichte, Sozialkunde, Erdkunde


Kolpingschule, Aschaffenburg


Mathew geht (bis jetzt) sehr gerne dort zur Schule.
Es gibt da auch genug andere Kinder, Spiel & Spaß:




Bloß nicht zu spät kommen

Mehr Bilder zu einem Fußballmatch gibt es im Kommentarteil...


Zuhause bei Tante Birgit hat Mathew ein eigenes Zimmer mit einem riesigen Schreibtisch:


Den man auch fantasisch zum Modellbauen nutzen kann. Ein weiteres neues Hobby


Oder auch einfach nur Lesen


Das selbstgebaute Bett zum Entspannen wurde ja schon mal vorgestellt...


..aber dazu hat sich nun auch ein selbstgebauter Stuhl gesellt.



Tante Birgit und ihr Gleitschirm. (Foto Mathew)

Das aufregenste neue Betätigungsfeld ist aber die Fliegerei:

Tante Birgit ist begeisterte Gleitschirmfliegerin und da Mathew noch zu jung ist, um selbst den Flugschein zu machen, muss er sich mit Bodenübungen begnügen.

Aber auch das kann aufregend sein, wie hier beim Bändigen eines Kites:


In der Detailansicht


Sowie in der Totalen

Da ist man schon froh, wenn man sich mal ausruhen kann.


Ächz

Für mehr Bilder von dem Ausflug auf die Wasserkuppe siehe unter Kommentar.

Das nächste Mal gibt es dann auch Fotos von Mathews Freund Tommy:-)


LG aus Shenzhen
Jens

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Mittwoch, 6. April 2011
Ivar Leon Menger: DARKSIDE PARK


EINFACH MAL DIE PERSPEKTIVE WECHSELN
(5/5 Punkte)


Eine Frage: Kennen Sie den Darkside Park ?

Oder stimmen sie folgenden Aussagen zu ? (Bitte nur mit JA oder NEIN antworten):

- Ich bin ein wertvolles Mitglied dieser Gesellschaft.
- Ich hatte eine glückliche Kindheit.
- Disziplin ist wichtig.
- Elefanten machen mir Angst.
- Pudelfleich schmeckt besser als Menschenfleich.
- Dunkelheit ist ein Kontinent.
- Tauben sind widerlich.
- Dr. Frank Morgen war Arzt am Kennedy-Medical-Centre.
- Harte Strafen schützen das Gemeinwohl.
***

Das etwas nicht stimmen kann in Porterville, der freundlichen Stadt im Herzen von Maryland, wird einem schnell klar, wenn man dem Interview von Edward Leroy Shipman durch Peggy Walters, Redakteurin bei der Porterville Times, lauscht. Die Wendung, die dieses Gespräch mit dem philantropischen Shipman nimmt ist schon atemberaubend.
Um herauszufinden, was es nun wirklich mit Shipman auf sich hat, genügt diese erste von insgesamt achtzehn Folgen jedoch bei weitem nicht.

In der Tat haben die Autoren Ivar Leon Menger, Hendrik Buchna, Christoph Zachariae, John Beckmann, Simon X. Rost und Raimon Weber eine hoch komplexe Geschichte konzipiert, die ihresgleichen sucht. Folgen 1 bis 17 sind in Hörbuchform, von jeweils einem Vorlesenden, vorgetragen, während Folge 18 eher ein Hörspiel ist.

Ein weiterer Pluspunkt: Jeder einzelne Sprecher paßt zu seiner/ihrer Rolle wie die Faust aufs Auge. Ob Till Hagen, Eckart Dux, Nana Spier, Gerrit Schmidt-Foß, Tobias Meister, David Nathan, Simon Jäger, Martin Keßler, Luise Lunow, Jürgen Kluckert, Jan-David Rönfeldt, Florian Halm, Franziska Pigulla, Joachim Kerzel oder Jürgen Thormann, sie alle liefern Glanzleistungen ab.

Obwohl die ganze Geschichte eine Spielzeit von über 20 Stunden hat, reißt die Spannung niemals ab. Dafür ist einerseits die nicht chronologische Anordnung der Folgen und, mehr noch, die stets subjektive Darstellung der Sprecher verantwortlich. So bekommt der Hörer ein Teil des Puzzels nach dem anderen zugespielt, ohne dass sich diese gleich ins Gesamtbild einfügen lassen. Nicht selten wirft eine neue Information die mühselig aufgebaute Theorie, was denn eigentlich vor sich geht, wieder über den Haufen.
Ich muss gestehen, dass ich bis zur Auflösung in Folge 18 auch nicht dahinter gekommen bin, was genau gespielt wird. Ferner gebe ich offen zu, dass ich mir die ganze Serie nun schon mehrmals angehört habe und immer noch neue Hinweise auf die Lösung finde, was natürlich einfacher ist, wenn man diese kennt:-)

Es scheint wirklich alles möglich zu sein: Handelt es sich um einen Verschwörungs- oder Mysterythriller? Oder kann die Story doch eher dem Science Fiction- oder Horrorgenre zugeordnet werden?

Ich könnte jetzt viel berichten, aber es wäre eine Schande, wenn ich zuviel verraten würde. Nur soviel: Die Macher haben sich nicht verhakelt und es gibt am Ende tatsächlich eine, für mich jedenfalls, zufriedenstellende Auflösung.

Sicher ist die ganze Zeit nur, dass die Protagonisten offenbar verschiedenen Gruppen angehören, wie z.B. den Zugezogenen, eingeweihten und nicht eingeweihten Bürger. Deshalb hat auch jeder eine ganz eigene Wahrnehmung von Porterville.

Generell ist dieses Werk allen zu empfehlen, die die o.g. Genres mögen.
Wer auch einen Draht zu rabenschwarzen Humor hat, kommt doppelt auf seine Kosten. Gerade z.B. bei Folge 13, die von Jan-David Rönfeldt, als der schwer drogenabhängige und nicht weniger aufschneidene Dealer Jason "Ich bin vernünftig" Hincks, vorgetragen wird. Teilweise werden sehr grausame Geschehnisse auf so eine urkomische Art und Weise erläutert, dass man trotz allem lachen muss.
Geradezu ein Genuss wird es für den Freund des Galgenhumors, wenn man von Bürgermeister Hudson (Jürgen Thormann) zum Gespräch gebeten wird und dieser gut gelaunt mit den einladenen Worten einleitet: "Das Leder ist imprägniert und leicht zu reinigen. Bluten sie also nach Herzenslust, wir sind ja hier unter uns."

Das ist Unterhaltung auf höchstem Niveau, ob man nun den Watsontest besteht oder nicht.
So, mehr wird nicht verraten. Das sollte reichen einem den Mund blutig...Verzeihung...wässrig zu machen.

Abschließend vielleicht noch den Hinweis, dass der Stoffes später auch in gedruckter Form herausgegeben worden ist. In diesem speziellen Fall rate ich dringend sich für die Hörbuchversion zu entscheiden, da die Art und Weise der Vertonung kein unerhebliches Stilmittel ist.

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Montag, 4. April 2011
Junwen: Alles neu - beruflich & privat.


Hallo Ihr Lieben.

Nun ist es ja schon eine ganze Weile her, dass ich mich direkt an euch gewandt habe und deshalb ist inzwischen auch einiges passiert.

Als eifrige Leser dieses Blogs wißt Ihr schon, dass mein Bruder Mathew nun schon eineinhalb Monate bei Tante Birgit in Aschaffenburg lebt.
Er geht dort auch zur Schule und wenn ich endlich mal Bildmaterial darüber bekomme wird das auch hier publiziert.
Also Mathew und Tante Birgit macht hinne.

Auch bei mir hat sich beruflich einiges getan: Seit dem ersten März gehe ich in den Kindergarten.
Im Prinzip ist es ok.





Folgendes Ritual hat sich eingebürgert:
Morgens um 8:00, wenn meine Mama mich im Kindergarten abgeben möchte, mache ich oft Theater um anzudeuten, dass ich nicht dort bleiben will. Sie verpricht mir dann immer mich bald wieder abzuholen.
Wenn sie dann schließlich kommt frage ich sie, warum sie schon so früh wieder da ist.

Der Vorteil vom Kindergarten ist, dass es dort viele Kinder zum spielen gibt. Ansonsten bringt man uns einiges über Zahlen und Schriftzeichen bei.

Der Nachteil ist, dass es auch soetwas wie Hausaufgaben gibt und ich darauf echt keine Lust habe.



Wenn ich wieder zuhause bin möchte ich a) meine Ruhe und b) möchte ich am Computer mein Lieblingsspiel PFLANZEN GEGEN ZOMBIES spielen. Möglichst stundenlang, aber Mama und Papa setzen mir - völlig unverständlicherweise - zeitliche Grenzen.



Dabei lernt man bei dem Spiel sehr viel fürs Leben, z.B. die besten Strategien, wie man seinen Garten bepflanzen muss, um einen Angriff gehirnsüchtiger Zombies erfolgreich abzuwehren.

Ferner ist es sehr förderlich zur Entwicklung meiner darstellerischen Fähigkeiten. Ich kann praktisch jeden Zombiecharakter aus diesem Spiel nachahmen und mache das auch, wann immer ich dazu Gelegenheit habe. Also andauernd...



Papa, mit dem ich die Leidenschaft für PFLANZEN GEGEN ZOMBIES teile freut sich dann immer, während Mama oft genervt ist, besonders weil ich auf der Straße oft sehr langsam vorankomme, aber he, Zombies sind halt keine Sprinter.

Musikalisch liegt das Ganze auch ganz auf meiner Linie:



WE ARE THE UNDEAD!

Es war übrigens Mathew, der dieses Spiel für uns online entdeckt.
Ich frage mich auch, ob Tante Birgit ihn das auch spielen läßt?

Naja, vielleicht sollte er auch erstmal die Bilder von seiner neuen Schule schicken.

In diesem Sinne - See you later alligator - in a while crocodile


Abschließend möchte ich betonen, dass meine Mama mich trotzdem lieb hat - ob nun lebendig oder als Zombie:-)))





LG aus Shenzhen
Junwen

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Online seit 6932 Tagen
Letzte Aktualisierung: 2016.09.09, 09:20


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